Grußwort: Dr. Ulrich Maly

Grußwort Dr. Ulrich Maly

Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Zur Werkstätten:Messe vom 8. bis 11. März 2012 begrüße ich potentielle Auftraggeber, Facheinkäufer und Entscheider aus Werkstätten und Werkstattläden, Industrie und Handel sehr herzlich in Nürnberg.

Die wachsende Attraktivität dieser Messe spiegelt sich in den stetig steigenden Besucherzahlen wider: Die Werkstätten:Messe mit mehr als 18.500 Besuchern im letzten Jahr, einer Ausstellungsfläche von über 13.000 m² und 235 Ausstellern sowie einem vielfältigen und breit gefächerten Fachvortragsprogramm wird auch 2012 eine gute Gelegenheit sein, um sich mit Werkstätten für behinderte Menschen, Politik und Wirtschaft auszutauschen und die eigenen Leistungen angemessen zu präsentieren.

Dabei stehen nicht nur die Produkte im Mittelpunkt, sondern auch Angebote über Chancen für berufliche Qualifizierung, Berufsvorbereitung oder Arbeitsfelder im sozialen Bereich. Auch die Beiträge im Vortragsprogramm, wie Menschen in anderen europäischen Ländern – allen voran in dem für 2012 eingeladenen Gastland Niederlande — leben und arbeiten, werden von Interesse sein.

Die Werkstätten für behinderte Menschen in Deutschland haben in den letzten Jahrzehnten einen ganz wichtigen und unersetzbaren Beitrag geleistet, behinderten Menschen, die den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind, eine ihnen adäquate Form der beruflichen Teilhabe zu bieten. lmmerhin etwa 260.000 Menschen sind gegenwärtig in Deutschland auf diese Hilfeform angewiesen.

Obwohl der Übergang aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist und dies durch die Werkstätten gefördert wird, steigt die Zahl der Werkstattbeschäftigten stetig an. Es gilt deshalb, die Bedingungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weiterhin zu verbessern.

Ein Ansatz ist die im Sozialgesetzbuch IX verankerte „Unterstützte Beschäftigung", mit dem die individuelle betriebliche Qualifizierung und Einarbeitung wesentlich behinderter Menschen auf Arbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes erleichtert werden soll.

Überzeugen Sie sich persönlich auf der Werkstätten:Messe vom stetig steigenden Niveau der Werkstätten, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag leisten, den Übergang vom ersten auf den zweiten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erleichtern.Allen Ausstellern und Besuchern der Werkstätten:Messe 2012 wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt in Nürnberg und eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung.


Dr. Ulrich Maly


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